Wenn ich hier schon über die Garagen-Tour schreibe, sollte auch das neue Album der Foo Fighters hier kurz erwähnt werden…
Für den NME ist Foo-Fighters-Frontmann Dave Grohl ein “gottgleiches Genie”. Zumindest gab’s für ihn den entsprechenden Preis. Für seine Arbeit bei Nirvana, Queens Of The Stone Age, Them Crooked Vultures und natürlich die Foo Fighters.
Seit April gibt’s das siebte Foo Fighters-Album „Wasting Light“. Und schon weit vor der ersten Single „Rope“ geisterte ein Video der Foo Fighters durchs Internet. Zu Gast: Motörhead-Frontmann Lemmy. Die wahrscheinlich coolste Rock’n’Roll-Sau neben Foo Fighters-Sänger Dave Grohl. Und so kam, was kommen musste: Ein verdammt derber, fetter Song namens „White Limo“. Das härteste, was das neue Foo Fighters-Album „Wasting Light“ bietet.
Überhaupt, Härte: Die fällt einem auf „Wasting Light“ sofort auf. Denn mit der letzten Single „Wheels“ waren die Foo Fighters ja endgültig handzahm. Das passe zum Älterwerden, sei aber auf Dauer etwas langweilig, sagt Sänger und Frontmann Dave Grohl:
Ich liebe sanfte, zarte Musik. Ich kann den ganzen Tag schläfrige, schöne Balladen schreiben, das ist für mich keine Herausforderung. Aber dann dachte ich mir: Scheiß drauf! Ich bin 42 und ich weiß nicht, wie lange ich solche harten Alben noch machen kann. Ich habe diese ganzen großartigen Rock-Riffs und kann immer noch stundenlang schreien: Also, worauf warten wir? Lasst uns das jetzt machen!
Und so haben sogar die Songs mit den Foo Fighters-typischen, fluffigen Melodien ordentlich Wumms. Wie „Back & Forth“.
Die berühmten Nirvana-Querverweise findet man auf „Wasting Light“ übrigens deutlicher als sonst. Butch Vig hat auch das legendäre Album „Nevermind“ produziert. Und der ehemalige Nirvana-Bassist Krist Novoselic spielt bei einem der Songs mit. „I Should Have Known“ heißt der. „Ich hätte es wissen müssen, Du hattest diese dunkle Seite in Dir“ singt Dave Grohl 17 Jahre nach dem Tod von Nirvana-Sänger Kurt Cobain.
Das neue Foo Fighters-Album hält, was es verspricht: Es ist ein unfassbares Brett. Und zwar von Anfang bis Ende. Natürlich gibt es auch die typischen, eher sanft-rockigen Foo Fighters-Songs. Und die machen sich auch ganz ausgezeichnet auf „Wasting Light“. Aber insgesamt kesselt diese Platte einfach in einer Tour – gerade auch bei den eher melodischen Songs. Und ist gerade deswegen so großartig.