Über den SonyBMG-Vorstoss einer Musikflatrate für Streaming-Angebote habe ich ja neulich erst berichtet. Jetzt habe ich bei nicorola (und später Nerdcore) ein Interview mit dem Warner-Technologie-Berater Jim Griffin gelesen, in dem dieser deutlich weiter geht:
Warner’s plan would have consumers pay an additional fee—maybe $5 a month—bundled into their monthly internet-access bill in exchange for the right to freely download, upload, copy, and share music without restrictions.
Das Geld geht dabei nicht an eine – noch zu schaffende – Plattform eines einzelnen Labels oder der Musikindustrie überhaupt. Vielmehr sollen die Internet-Provider diese Gebühr “eintreiben”. Ein konsequenter Schritt, schließlich waren ja auch sie es, die mit ihren Highspeed-Flatrat-Angeboten das P2P-Filesharing erst so richtig verbreitet haben – wohl wissend, dass die meisten ihre Volumenflatrate gerade auch für die großen Datenmengen durch das Runterladen von CDs, DVDs, Spielen etc. nutzen.
Unklar ist natürlich weiterhin wie das eingenommene Geld dann genau verteilt werden soll und vor allem wie man messen kann welche Titel mehr heruntergeladen wurden und daher einen höheren Anteil “verdienen”. Aber:
Griffin says those fees could create a pool as large as $20 billion annually to pay artists and copyright holders.
Oder geht das Ganze sogar noch billiger als für fünf Dollar?
Eventually, advertising could subsidize the entire system, so that users who don’t want to receive ads could pay the fee, and those who don’t mind advertising wouldn’t pay a dime
Ein sehr interessantes Interview mit vielen spannenden Ansätzen, mal sehen was davon dann auch umgesetzt wird und werden kann. Die Einstellung von Jim Griffin ist aber schonmal angenehm anders als die von den bisher in der Öffentlichkeit vertretenen Major-Label-Angestellten:
“I don’t think we should be suing students and I don’t think we should be suing people in their homes,” says Griffin. “We want to monetize the anarchy of the internet.”
Den kompletten Bericht gibt es hier. Bin gespannt was andere Labels jetzt von sich geben und vor allem ob sich alle auf ein solches System einigen könnten.