Das Ende von simfy ist nah

Simfy büßt auf dem Musikstreaming-Markt seinen vielleicht letzten Vorteil vor der Konkurrenz ein: Ab Dienstag (2. Mai) gibt es laut simfy-Blog für Bestandsnutzer des kostenlosen Angebots (simfy free) nur noch 30-Sekunden-Snippets der Songs (wie bei Deezer).

Neuregistrierte Nutzer bekommen eine Zwei-Monats-Testphase, bevor auch sie keine kompletten Songs mehr hören können.

Der Vergleich von simfy und Spotify ist noch in der Pipeline und schon ahnt man, dass es simfy nicht mehr lange geben wird. Die Möglichkeit, komplette Songs und Alben anzuhören (wenn auch begrenzt auf insgesamt fünf Stunden Musik pro Monat), war das Alleinstellungsmerkmal des einzigen deutschen Anbieters auf dem deutschen Streamingmarkt.

Dass simfy diesen Vorteil aufgibt, deutet auf massive Finanzierungsprobleme hin. Dass zahlreiche Nutzer den Anbieter gewechselt haben, ist ja kein Geheimnis (und auch völlig normal in einem Markt, in den neue Player eindringen).

Jetzt muss simfy aber rasend schnell wenigstens die Nachteile gegenüber anderen beseitigen. Bei spotify ist die Software wesentlich mächtiger (alleine wegen der App-Funktionalität), Deezer bietet Cloud-Speicherplatz für Nutzer an, in den man Musik laden kann, die es ansonsten im Katalog nicht gibt (wie beispielsweise die Streaming-Verweigerer Die Ärzte oder Rammstein).

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2 Kommentare zu “Das Ende von simfy ist nah

  1. Dafür kann ich simfy ohne Installation, also als Browseranwendung nutzen. Linux-Unterstützung ist hervorragend, bei spotify dagegen miserabel. Außerdem möchte ich mich auch ohne facebook anmelden können. Bei spotify geht das nicht, bei simfy schon. Musikauswahl ist bei simfy genauso gut, wenn nicht sogar besser. Apps brauche ich nicht, i love my good old homecomputer ;-)

  2. OK, Linux habe ich komplett außen vorgelassen, in Sachen Katalog sind alle Anbieter in etwa gleich aufgestellt.

    Aber: Spotify kann man inzwischen auch per Browser nutzen und mit Apps habe ich nicht Anwendungen für Smartphones gemeint sondern im Fall von Spotify sind das Plug-Ins für die Desktop-Software. Heißen aber da eben Apps.
    Das mit Facebook ist ein Punkt, klar.

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