Die besten Alben 2013

Kassensturz! Und am Ende bleibt ein Jahr mit viel guter Musik, erkennbar an den guten Alben, die es nicht in meine hand-verlesene Jahresend-Top10 geschafft haben. Wie Eminem, Beyoncé, Arcade Fire, Tyler, The Creator oder auch Biffy Clyro. Aber lieber zu viel Gutes als zu wenig.

Hier also meine Empfehlungen, was man 2013 gehört haben sollte.

Soilwork - The Living Infinite10. Soilwork – The Living Infinite

Ich höre ja kaum noch Metal. Aber wenn, dann richtig. Soilwork machen melodischen Death Metal und haben mit „The Living Infinite“ ein ganzes Doppelalbum großartigen Lärms abgeliefert. Mehr dazu habe ich hier geschrieben, ist ja eher ein special-interest-Tipp.

Anspieltipps: “Parasite Blues“, „The Momentary Bliss”, “Vesta”, “Long Live The Misanthrope”, “Drowning With Silence”

Disclosure - Settle9. Disclosure – Settle

Zwei junge Engländer, die sich dem Dubstep-House-Gemisch entgegen stellen, das aus den USA seit einiger Zeit nach Europa schwappt. Elektronische Musik kann soviel mehr sein als nur plattes Gestampfe. „Settle“ gehört zu den abwechslungsreichsten Alben des Genres mit allen möglichen Facetten und vor allem tollen Feature-Gästen. Von AlunaGeorge bis zu Sam Smith.

Anspieltipps: Latch,  White Noise

8. J. J. Cole - Born SinnerCole – Born Sinner

2013 war ein starkes HipHop-Jahr . Obwohl mit Jay-Z einer der Großen eher enttäuscht hat. Zu meinen absoluten Entdeckungen gehört J. Cole. Mit „Born Sinner“ hat er mich auch auf Albumlänge überzeugt. Ein richtig schönes Ding: Guter Flow, schöne Refrains.

Anspieltipps: Power Trip, Crooked Smile (feat. TLC), Trouble, She Knows

Casper - Hinterland7. Casper – Hinterland

Es hat etwas gedauert, bis aus diesem guten Album für mich ein sehr gutes geworden ist. Aber inzwischen würde ich behaupten, dass Casper mit „Hinterland“ dem Vorgänger „XOXO“ noch eins drauf gesetzt hat. Musikalisch eher Indie Pop als Rap, textlich noch ausgereifter und poetischer. Hörenswert!

Anspieltipps: Hinterland, Lux Lisbon, Alles geht (aber nie die Musik), 20qm

Bastille - Bad Blood6. Bastille – Bad Blood

Endlich mal  wieder ein Act aus der Indie-Gitarren-Szene, der den Mainstream aufmischt und sich in Radio und Co. entgegen der aktuell angesagten Sounds durchsetzt. „Bad Blood“ ist ein wahnsinnig gelungenes Album mit ständig wachsenden Ohrwürmern.

Anspieltipps: Pompeii, Flaws, Things We Lost In The Fire, Laura Palmer

Genetikk - D.N.A.5. Genetikk – D.N.A.

Straßen-Rap hat Hochkonjunktur, auch wenn er aus der Mainstream-Öffentlichkeit noch mehr verschwunden ist. Sido ist halt doch ein Popper. Anders als Genetikk. Die zwei maskierten Saarländer Sikk und Karuzo sind beim Genre-König Selfmade-Record unter Vertrag und haben mit “D.N.A.“ DAS deutsche HipHop-Album 2013 abgeliefert.

Anspieltipps: Yes Sir, Spezies, Champions

Daft Punk - Random Access Memories4. Daft Punk – Random Access Memory

Mit so manchem Album von Daft Punk habe ich so meine Schwierigkeiten. Der Soundtrack zu „Tron“ ist beispielsweise außerhalb des Films eher langweilig. Auf „Random Access Memory“ klingen die Franzosen aber rund erneuert, die Zusammenarbeit mit so vielen anderen Musikern und Produzenten hat sich absolut gelohnt. Man höre nur „Instant Crush“ mit Strokes-Sänger Julian Casablancas oder die Hommage an Giorgio Moroder. Ein tolles Stück Musik!

Anspieltipps: Get Lucky, Instant Crush, Giorgio by Moroder, Touch

A$ap Rocky - Long Live Asap 3. A$ap Rocky – Long Live A$ap

Mitte Januar erschienen, hat mich dieses Album durch das Jahr 2013 begleitet. Amerikanischer Straßenrap der besten Art. A$ap Rocky hat sich die Prominenz geholt, von Drake, 2 Chainz und Kendrick Lamar bis zu Skrillex, aber zeigt auch solo, was er kann: Deeper Rap, hier und damit einer melodischen Hook, thematisch „PMW“: Pussy, Money, Weed. Und das wichtigste im Genre hat A$ap auch: Wahnsinnig gute Beats.

Anspieltipps: Fuckin‘ Problems, Wild For The Night, 1Train, Fashion Killa

Lorde - Pure Heroine2. Lorde – Pure Heroine

Die absolute Pop-Entdeckung 2013, (nicht nur, aber vor allem auch) in den USA kräftig gefeiert. Ein großartiges Album einer jungen Dame, die so ziemlich gegen alle Klischees der modernen Popwelt verstößt: Sie schreibt ihr Songs selbst, sie legt Wert auf gute Texte und sie lehnt das oberflächliche Musik-Business ab. Und nebenbei zeigt sie, dass auch die bösen Major-Plattenfirmen keine reinen Scheusale sind: Mit zwölf Jahren entdeckt, bekam sie einen „Developement“-Vertrag und vor allem die entsprechende Zeit. Inzwischen ist die Dame 17 und klingt unglaublich reif, gerade auch textlich.

Anspieltipps:  Buzzcut Season, Royals, Team, Tennis Court

Kanye West - Yeezus1. Kanye West – Yeezus

Ein Album, das man von Herzen hassen kann. Ein Egotrip, über den ich im Juni schrieb:

„‚Yeezus‘ […] ist kompromisslos, anstrengend, mit Sicherheit nichts für Gelegenheitshörer und von allem ein bisschen zuviel.“

Besser kann ich es nachwievor nicht zusammen fassen. Aber „Yeezus“ ist vor allem auch extrem mutig. Ein Musiker, der sich wirklich als Künstler versteht und Grenzen auslotet, war Kanye schon immer. Und wer weiß, zu was ihn und uns dieses Experiment führen wird.

Anspieltipps: I Am A God, Black Skinhead

Und ihr so?

Über Philipp

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